Mautner und Diveky

Conrad (Konrad) David August Mautner, Wien 23.2.1880 – 15.5.1924 und sein Exlibris von Josef von Diveky, Farmos (Ungarn) 28.9.1887-Sopron (Ungarn) 11.1951. (9.9.1951)

Der wohl bekannteste österreichische Volkstumforscher kann auf eine beachtliche Geschichte seiner Familie zurückblicken. Verlässliche ältester Vorfahre ist Isaak Mautner, Begründer der Firma Isaak Mautner & Sohn, Baumwoll-, Leinen-, Seiden-, Halbwoll- und Schafwollwaren-Weberei in Nachod, geb. 28.3.1824 Nachod No. 20 (Böhmen), gest. 21.7.1901 in Nachod. Verheiratet 10.5.1849 in Nachod (IKG) mit Josefine Rosenfeld, geb. 27.12.1822 in Turnau (Böhmen), gest. 12.1.1907 in Wien (Tochter des Rabbiners Adam Rosenfeld). Siehe: Georg Gaugusch, „Wer einmal war“, Bd. 2, Mautner VI., S. 2209  

Konrad Mautner war der zweite Sohn des Textil-Großindustriellen Isidor Mautner. Er konnte den Unternehmungen seines Vaters nichts abgewinnen und verbrachte den 1. Weltkrieg in der musikhistorischen Zentrale des k.u.k. Kriegsministeriums in Wien, wo er die Sammlung von Soldatenliedern betreute.   

Konrad Mautner widmete sich vor allem Volkskundlichen Forschungen im Salzkammergut, da er seit Jugend mit dem Ausseerland vertraut war.

Der Forscher ist sehr gut im Interner vertreten.

Das Exlibris, eigentlich die Exlibris, da inzwischen eine zweite Variation in der Sammlung einer adeligen Familie aufgetaucht ist, sind Conrad Mautners lebenslangem Hobby gewidmet. Der Volksmusik. Ein österreichisches Pärchen in Tracht beim Volkstanz, dahinter Berge.

Der Künstler ist Josef von Diveky (József Divéky), geb. in Famos (Ungarn), gest. in Sopron (Ungarn). Diveky war ein ungarischer Grafiker und Designer und studierte in Wien. Er arbeitete auch für die Wiener Werkstätte und für die Glaslusterfirma Lobmayer.

Der Künstler schuf mehr als 33 Exlibris (laut Gutenberg-Katalog). Unter anderem für Prof. Rudolf von Larisch, Stefan Kellner und Ida Roessler.

Das Exlibris Variation 1 ist Abgebildet im MAGAZIN der Österreichischen Nationalbibliothek No. 2, Oktober 2015, Seite 26 im Artikel „Sing ma amal a Liadl“. Der Autor Dr. Thomas Leipnitz schrieb über das Archiv des Österreichischen Volksliedwerkes. (Webseite: www. volksmusikdatenbank.at) 

Der Künstler ist sehr gut im Internet vertreten.   

Erstellt 6/2020 von Peter Rath in Wien ©.