{"id":762,"date":"2020-11-06T14:15:02","date_gmt":"2020-11-06T13:15:02","guid":{"rendered":"http:\/\/www.twr.at\/wp\/?page_id=762"},"modified":"2020-11-20T17:51:23","modified_gmt":"2020-11-20T16:51:23","slug":"michael-fingesten-und-josephine-baker","status":"publish","type":"page","link":"https:\/\/www.exlibris.or.at\/?page_id=762","title":{"rendered":"Michael Fingesten 1884-1943"},"content":{"rendered":"\n<p class=\"has-text-align-center\"><a href=\"http:\/\/www.twr.at\/wp\/?page_id=762\">und <\/a><\/p>\n\n\n\n<p style=\"font-size:29px\" class=\"has-text-align-center\"><a href=\"http:\/\/www.twr.at\/wp\/?page_id=762\">Josephine Baker<\/a> <\/p>\n\n\n\n<p class=\"has-text-align-center\"><strong>AUSGERECHNET BANANEN<\/strong><\/p>\n\n\n\n<p class=\"has-text-align-center\"><strong>WAR MICHAEL FINGESTEN EIN JAZZFAN?<\/strong><\/p>\n\n\n\n<div class=\"wp-block-image\"><figure class=\"aligncenter size-large is-resized\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" src=\"http:\/\/www.twr.at\/wp\/wp-content\/uploads\/2020\/11\/Fingesten2.jpg\" alt=\"..\\..\\Eigene Bilder\\HoipkinsEntwurf.jpg\" class=\"wp-image-763\" width=\"409\" height=\"444\" srcset=\"https:\/\/www.exlibris.or.at\/wp-content\/uploads\/2020\/11\/Fingesten2.jpg 301w, https:\/\/www.exlibris.or.at\/wp-content\/uploads\/2020\/11\/Fingesten2-276x300.jpg 276w\" sizes=\"(max-width: 409px) 100vw, 409px\" \/><\/figure><\/div>\n\n\n\n<p class=\"has-text-align-center has-small-font-size\">Michael Fingesten, Entwurf<\/p>\n\n\n\n<p>Es ist ein herrliches Vergn\u00fcgenund mehr\nals am\u00fcsant, in alten Zeitungen und Magazinen \u00fcber Josephine Baker (1905 \u2013\n1975) nachzule\u00adsen. Darius Milhaud schreibt 1926 in \u201eDer Querschnitt VI. Jg.\nHeft 10: <em>Dieses Jahr hat Paris endlich seine Neger-Revue&#8230;..Josephine\nBaker, ein kleines Tier von prachtvollem In\u00adstinkt, Leben, Tollheit und\nmitrei\u00dfender Aus\u00adgelassenheit war ihr Glanzst\u00fcck. <\/em><\/p>\n\n\n\n<p>Ottomar Starke sorgte in\nder \u201eRevue N\u00e9gre\u201c, ebenfalls in \u201eDer Querschnitt\u201c VI. Jg. Heft 2, &#8211; man kann es\nwirklich schreiben \u2013 f\u00fcr ausneh\u00admend \u201estarke Worte\u201c. <em>Josephine Baker ist\nGroteskt\u00e4nzerin (!)&#8230;..ihr Popo, mit Respekt zu vermelden, ist ein schokoladener\nGrie\u00df-Flam\u00admer an Beweglichkeit, und sie ist mit Recht stolz auf diese Gabe der\nNatur. Ihre Dr\u00f4lerien sind indes ohne gro\u00dfe Variationen. Sie wackelt immer\nwieder mit verschiedenen K\u00f6rperteilen, hat ganz dumme, doppelt so gro\u00dfe Augen,\nund ist unbeschreiblich an- und ausgezogen&#8230;&#8230;im Schlussbild tanzt sie mit\nJoe Alex, einem sch\u00f6\u00adnen, nackten, federgeschm\u00fcckten Wilden und den Babies\neinen Danse de Sauvage, der sich gewaschen hat<\/em>.&nbsp;&nbsp;&nbsp; <\/p>\n\n\n\n<p>Der\nSchreiber dieser Zeilen h\u00e4tte wohl gerne den \u201enackten Wilden\u201c auf der B\u00fchne\nvertre\u00adten<em>.<\/em>.<\/p>\n\n\n\n<p><em>Die\namerikanische sieben Mann starke Be\u00adgleitband leitete Claude Hopkins: ein\nschwar\u00adzer Gentleman im Smoking, der das Jazz\u00adschlagzeug bedient. Er ist ein\nbrillanter Jong\u00adleur, der neben sich in einer Blumenvase ein dutzend Trommelschl\u00e4gel\nhat, und den Ehrgeiz Besitzt; jeden Wirbel mit einem anderen zu schlagen. <\/em>(Ottomar Starke.)<\/p>\n\n\n\n<p>Josephine\nBaker tritt 1926\/27 in den Folies Ber\u00adg\u00e9res auf und kreiert ihren ber\u00fchmt gewor\u00addenen\nBananentanz, in einem R\u00f6ckchen aus 16 Bana\u00adnen. Sie tourt damit 1928 durch\nEuropa und erregt nicht nur die Gem\u00fcter der Nationalsozi\u00adalisten, nein, in Wien\nwurden anl\u00e4sslich ihres Gastspieles sogar Sondergottesdienste \u201eals Bu\u00dfe f\u00fcr\nschwere Verst\u00f6\u00dfe gegen die Moral, begangen von Josephine Baker\u201c abgehalten.<\/p>\n\n\n\n<p>Viele K\u00fcnstler\nhaben versucht, ihre Nat\u00fcrlich\u00adkeit auf Papier und anderen Medien festzuhal\u00adten.\nDoch einer \u2013 offenbar von der wilden Ne\u00adgermusik beeinflusst \u2013 hat die Jazzband\nver\u00adewigt. Das war niemand geringerer als Michael Fingesten (1884-1943). Viele\nwerden das Blatt kennen, doch wird hier aus dem Bestand eines gro\u00dfen\n\u00f6sterreichischen Sammlers das erste Mal auch der signierte Entwurf gezeigt. Nat\u00fcrlich\n\u00e4nderte Fingesten seinen Entwurf noch. Im Original wird mit \u201eYes Sir, thats my\nBaby\u201c ein Song zitiert, den Frank Sinatra im Album \u201eStrangers in the Night\u201c\n1966 popul\u00e4r machte.&nbsp;&nbsp; <\/p>\n\n\n\n<p>Der Orchesterleiter\nClaude Hopkins war ein ausgezeichneter Pianist, der mit eigenen Bands in Europa\nund Amerika erfolgreich war. Leider nicht so bekannt wie Duke Ellington oder\nCount Basie, aber er machte wie seine be\u00adr\u00fchmten Kollegen den Jazz als\nTanzmusik popul\u00e4r und begleitete auch Revuen und kom\u00admerzielle Musicalstars. <\/p>\n\n\n\n<p>Ein Exlibris f\u00fcr\nJosephine Baker gibt es von Attilio Cavallini, mit dem Motiv von Josephine\nBaker gibt es Exlibris von: Hedwig Pauwels (H. Sparke), Zolt\u00e1n V\u00e9n (Wout\nMeuelemans) und Jaroslav Vodr\u00e1zka (Jar. \u010cern\u00fd)&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp; <\/p>\n\n\n\n<p><strong>\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0 \u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0<\/strong>Peter Rath Wien \u00a9, 2005, fertig gestellt 2020<\/p>\n\n\n\n<div class=\"wp-block-image\"><figure class=\"aligncenter size-large is-resized\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" src=\"http:\/\/www.twr.at\/wp\/wp-content\/uploads\/2020\/11\/Fingesten2-1.jpg\" alt=\"..\\..\\Eigene Bilder\\HopkinsOrig.jpg\" class=\"wp-image-764\" width=\"496\" height=\"539\" srcset=\"https:\/\/www.exlibris.or.at\/wp-content\/uploads\/2020\/11\/Fingesten2-1.jpg 301w, https:\/\/www.exlibris.or.at\/wp-content\/uploads\/2020\/11\/Fingesten2-1-276x300.jpg 276w\" sizes=\"(max-width: 496px) 100vw, 496px\" \/><\/figure><\/div>\n\n\n\n<p class=\"has-text-align-center has-small-font-size\">Michael Fingesten, Original<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>und Josephine Baker AUSGERECHNET BANANEN WAR MICHAEL FINGESTEN EIN JAZZFAN? 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