{"id":689,"date":"2020-09-10T12:17:39","date_gmt":"2020-09-10T10:17:39","guid":{"rendered":"http:\/\/www.twr.at\/wp\/?page_id=689"},"modified":"2021-03-05T15:50:55","modified_gmt":"2021-03-05T14:50:55","slug":"eduard-dillmann-exlibrissammler","status":"publish","type":"page","link":"http:\/\/www.exlibris.or.at\/?page_id=689","title":{"rendered":"Eduard Dillmann Exlibrissammler"},"content":{"rendered":"\n<figure class=\"wp-block-image size-large\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" width=\"699\" height=\"1024\" src=\"http:\/\/www.twr.at\/wp\/wp-content\/uploads\/2020\/11\/Scan_20201012-699x1024.jpg\" alt=\"\" class=\"wp-image-760\" srcset=\"http:\/\/www.exlibris.or.at\/wp-content\/uploads\/2020\/11\/Scan_20201012-699x1024.jpg 699w, http:\/\/www.exlibris.or.at\/wp-content\/uploads\/2020\/11\/Scan_20201012-205x300.jpg 205w, http:\/\/www.exlibris.or.at\/wp-content\/uploads\/2020\/11\/Scan_20201012-768x1125.jpg 768w, http:\/\/www.exlibris.or.at\/wp-content\/uploads\/2020\/11\/Scan_20201012-1048x1536.jpg 1048w, http:\/\/www.exlibris.or.at\/wp-content\/uploads\/2020\/11\/Scan_20201012-1398x2048.jpg 1398w, http:\/\/www.exlibris.or.at\/wp-content\/uploads\/2020\/11\/Scan_20201012-scaled.jpg 1747w\" sizes=\"(max-width: 699px) 100vw, 699px\" \/><\/figure>\n\n\n\n<p>Eduard Dillmann 11.11.1860 bis 31.3.1910, Nachruf von Moritz von Weitenhiller, Wien<\/p>\n\n\n\n<p>Als Sohn eines k.k. Milit\u00e4rbeamten wurde\nEduard Dillmamnn in Verona am 11.11.1860 geboren, noch als Kind kam er nach\nWien, wo er seine Jugend verlebte und sein Studium machte.&nbsp; <\/p>\n\n\n\n<p>Dillmann besuchte die in Wien in gutem\nAnsehen stehende \u201eTaubenschule\u201c (Volksschule in Wien 4. Margaretenstra\u00dfe 52,\nKettenbr\u00fcckengasse 2), die damals unter der Leitung Wei\u00dfkirchners, des Vaters\ndes gegenw\u00e4rtigen \u00f6sterreichischen Handelsministers, stand (1910). <\/p>\n\n\n\n<p>Am Wiener akademischen Gymnasium machte\nDillmann seine Mittelschulstudien, maturierte daselbst, wurde dann\nEinj\u00e4hrig-Freiwilliger im 48. Infanterieregiment, wo er auch die\nLeutnantscharge erreichte und sp\u00e4ter als Oberleutnant-Auditor in die Reserve\n\u00fcbertrat. An der Wiener Universit\u00e4t vollendete Dillmann seine Rechtsstudien und\ntrat am 8. J\u00e4nner 1884 als Rechtspraktikant beim k.k. Landesgericht in Wien in\nden Staatsdienst.&nbsp; <\/p>\n\n\n\n<p>1891 zum Gerichtsadjunkten beim\nBezirksgericht in Laa an der Thaya ernannt, kam der Verewigte zwei Jahre sp\u00e4ter\nnach Korneuburg. Als t\u00fcchtiger Justizbeamter wurde Dillmann vielfach zur\nAushilfe nach Linz. Klosterneuburg und anderen Gerichtssitzen berufen.<\/p>\n\n\n\n<p>Im September 1897 wurde Dillmann gegen\nseinen Wunsch zum Staatsanwalt-Substitut ernannt, eine Stellung, welche ihm bei\nseiner schon damals aufgetretenen Nervosit\u00e4t und der ihm angeborenen\nGutherzigkeit viel Unbehagen verursachte und mancherlei nerv\u00f6se St\u00f6rungen zur\nFolge hatte. Die \u00c4rzte fassten diese Erscheinungen nur als vor\u00fcbergehend auf\nund hofften stets auf Besserung seines Zustandes.<\/p>\n\n\n\n<div class=\"wp-block-image\"><figure class=\"aligncenter size-large is-resized\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" src=\"http:\/\/www.exlibris.or.at\/wp-content\/uploads\/2021\/03\/Dimann-Josef-Hanreich-583x1024.jpg\" alt=\"\" class=\"wp-image-1095\" width=\"339\" height=\"595\" srcset=\"http:\/\/www.exlibris.or.at\/wp-content\/uploads\/2021\/03\/Dimann-Josef-Hanreich-583x1024.jpg 583w, http:\/\/www.exlibris.or.at\/wp-content\/uploads\/2021\/03\/Dimann-Josef-Hanreich-171x300.jpg 171w, http:\/\/www.exlibris.or.at\/wp-content\/uploads\/2021\/03\/Dimann-Josef-Hanreich-768x1349.jpg 768w, http:\/\/www.exlibris.or.at\/wp-content\/uploads\/2021\/03\/Dimann-Josef-Hanreich.jpg 856w\" sizes=\"(max-width: 339px) 100vw, 339px\" \/><figcaption>Josef Hanreich<\/figcaption><\/figure><\/div>\n\n\n\n<p>Als Eduard Dillmann am 15. J\u00e4nner 1906\nzum k.k. Landesgerichtsrat in St. P\u00f6lten ernannt wurde, war er recht leidend\nund seine Nervenzust\u00e4nde verschlimmerten sich so sehr, das s er sich schon am\n28. August 1907 gezwungen sah, um seine Versetzung in den Ruhestand\neinzuschreiten. Er \u00dcbersiedelte nach Langenzersdorf bei Wien. Dort besserte\nsich sein Zustand scheinbar, so Dass Dillmann auf eine g\u00e4nzliche Wiedergenesung\nhoffte, ein Glaube, an den er gl\u00fccklicherweise bis zu seinem am 31. M\u00e4rz 1910\num 7 Uhr abends erfolgten Ableben festhielt. <\/p>\n\n\n\n<p>Treu und aufopfernd gepflegt von seiner\nihm in herzlichster Liebe zugetanen Gemahlin Anna, geboren Hanreich, mit der er\nsich im Februar 1897 verm\u00e4hlt hatte, ahnte Dillmann nicht das kommend Ende.<\/p>\n\n\n\n<p>Anf\u00e4nglich war Dillmann ein eifriger\nPhotograph und brachte es namentlich auf dem Gebiete der Stereoskopie zu einer\ngew\u00f6hnlichen Fertigkeit. <\/p>\n\n\n\n<p>Als aber vor etwa zehn Jahren, im Winter\n1901, Dillmann bei dem Antiquar Kubasta in der Sonnenfeldgasse einige Exlibris\nsah&nbsp; und von diesem kunstfreundlichen\nBuchh\u00e4ndler animiert wurde, solche Kunstbl\u00e4tter zu sammeln, als dieser auch\nDillmann mit dem leider schon verstorbenen, bedeuteten Sammler Koch bekannt\nmachte, war er f\u00fcr die Exlibrissache gewonnen und nun warf er sich mit\nunerm\u00fcdlichem Eifer auf das f\u00fcr ihn noch ganz neue Sammelgebiet. <\/p>\n\n\n\n<p>Die Dillmannsche Sammlung z\u00e4hlt heute\nkatalogisiert in runden Ziffern etwa 3.000 alte, dazu bei 600 Neudrucke und\n11.000 moderne Bl\u00e4tter. Zum Schluss z\u00e4hlte die Sammlung rund&nbsp; 15.000 Bl\u00e4tter. <\/p>\n\n\n\n<p>Dazu kommen noch etwa 20.000 Wappen,\n12.000 Ansichtskarten, sowie eine Anzahl von Neujahrskarten, Buchtiteln,\nVerleger- und Buchdruckersigneten u. dergleichen. <\/p>\n\n\n\n<p>Als Privatbibliothek war die Dillmannsche\nansehnlich. Sie umfasste ungef\u00e4hr 4.000 B\u00e4nde, darunter eine vollst\u00e4ndige\nDickens-Literatur (Dickens war Dillmanns Lieblingsschriftsteller), Kunst und\nLiteraturgeschichte, Jurisprudenz usw. <\/p>\n\n\n\n<p>Wir haben einen guten Kameraden verloren. Ehre seinem Angedenken!&nbsp; <\/p>\n\n\n\n<p>Dillmann war Vize-Pr\u00e4sident der \u00d6EG u. Mitglied\ndes Schweizer Ex-libris-Clubs \u201eBasilea\u201c <\/p>\n\n\n\n<p>Eduard Dillmann liegt im Friedhof\nLangenzersdorf, Nieder\u00f6sterreich. Im selben Grab liegt Anna Reb, geboren\nHanreich. Von dem K\u00fcnstler Josef Hanreich (Forstverwalter)\n1846 bis 1911 gibt es ein Exlibris f\u00fcr Anna Dillmann. Josef und Anna\n(1852 bis 1929) hatten das Haus in Langenzersdorf An den M\u00fchlen 14,\nKonskriptionsnummer 144, im Jahre 1881 geerbt. Der sp\u00e4tere Besitzer war Rudolf\nHanreich (1872 bis 1944), Major Josef Hanreich (1881 bis 1950), Major Josef\nHanreich (1881 bis 1950), Oberlandesgerichtsrat Dr. Ernst Hanreich (1890 bis\n1955). Die K\u00fcnstlerin Margarete Ehrlich (Exibris f\u00fcr DR 1892) wohnte im selben\nHaus. &nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;<\/p>\n\n\n\n<div class=\"wp-block-image\"><figure class=\"aligncenter size-large is-resized\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" src=\"http:\/\/www.exlibris.or.at\/wp-content\/uploads\/2021\/03\/Dillmann-Krahl-738x1024.jpg\" alt=\"\" class=\"wp-image-1084\" width=\"359\" height=\"497\" srcset=\"http:\/\/www.exlibris.or.at\/wp-content\/uploads\/2021\/03\/Dillmann-Krahl-738x1024.jpg 738w, http:\/\/www.exlibris.or.at\/wp-content\/uploads\/2021\/03\/Dillmann-Krahl-216x300.jpg 216w, http:\/\/www.exlibris.or.at\/wp-content\/uploads\/2021\/03\/Dillmann-Krahl-768x1066.jpg 768w, http:\/\/www.exlibris.or.at\/wp-content\/uploads\/2021\/03\/Dillmann-Krahl-1107x1536.jpg 1107w, http:\/\/www.exlibris.or.at\/wp-content\/uploads\/2021\/03\/Dillmann-Krahl.jpg 1472w\" sizes=\"(max-width: 359px) 100vw, 359px\" \/><figcaption>Krahl<\/figcaption><\/figure><\/div>\n\n\n\n<p>Eigenbl\u00e4tter:<\/p>\n\n\n\n<p>Ernst D\u00f6cker jun.,&nbsp; 2 Bl\u00e4tter, Erw\u00e4hnt in\nWien zwischen 1904 und 1908 im AKL. Gutenberg Katalog 1. Teil, Nr. 2067 und\n2068.<\/p>\n\n\n\n<p>Hermann Feldmann, Deutschland. <\/p>\n\n\n\n<p>Wappenexlibris von Raimund G\u00fcnther,\nSalzburg<\/p>\n\n\n\n<p>Josef Hanreich, f\u00fcr die Dickens\nAbteilung. Gutenberg Katalog, 24.327, <\/p>\n\n\n\n<p>Poledne, Rasterkli.; 147&#215;107; dreifarbig;\no.J. (vor 1922); s; Vor einer Gartenbank in Klostergarten lesender M\u00f6nch, nach\nlinks schreitend. Nachweis: Gut. Kat. 2, L-Z, Nr. 36.525; Stock; Slg. Rath<\/p>\n\n\n\n<p>Wappenexlibris von Lorenz M. Rheude\n1901, Gutenberg Katalog 1. Teil, Nr. 8896. <\/p>\n\n\n\n<p>Wappenexlibris von der Papierm\u00fchle Roda<\/p>\n\n\n\n<p>Von Botho Schmidt, M\u00fcnchen. Ex Ossibus\nUltor. Gutenberg Katalog 2. Teil. L.Z, 1 Exlibris 40.412, nicht in meiner\nSammlung. <\/p>\n\n\n\n<p>Von Botho Schmidt, Landschaft, Kli.; <\/p>\n\n\n\n<p>Josef Hanreich f\u00fcr Anna Dillmann, <\/p>\n\n\n\n<p>Franz Moro f\u00fcr Gretl Dillmann,\nKli.;&nbsp; nicht im Gutenberg Katalog.<\/p>\n\n\n\n<p>Die Exlibris Sammlung von Landesgerichtsrat Dr. Eduard Dillmann wurde bei einer Versteigerung des Antiquariats Max Perl in Berlin bei der Auktion XXVI 1912 Angeboten. 57 Seiten! (Im Besitz des Autors).&nbsp;&nbsp; &nbsp;<\/p>\n\n\n\n<div class=\"wp-block-image\"><figure class=\"aligncenter size-large is-resized\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" src=\"http:\/\/www.exlibris.or.at\/wp-content\/uploads\/2021\/03\/Dillmann-Rheude.jpg\" alt=\"\" class=\"wp-image-1085\" width=\"380\" height=\"538\" srcset=\"http:\/\/www.exlibris.or.at\/wp-content\/uploads\/2021\/03\/Dillmann-Rheude.jpg 671w, http:\/\/www.exlibris.or.at\/wp-content\/uploads\/2021\/03\/Dillmann-Rheude-212x300.jpg 212w\" sizes=\"(max-width: 380px) 100vw, 380px\" \/><figcaption>Rheude<br><\/figcaption><\/figure><\/div>\n\n\n\n<p> Erstellt von Peter Rath in Wien \u00a9. <\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Eduard Dillmann 11.11.1860 bis 31.3.1910, Nachruf von Moritz von Weitenhiller, Wien Als Sohn eines k.k. Milit\u00e4rbeamten wurde Eduard Dillmamnn in Verona am 11.11.1860 geboren, noch als Kind kam er nach Wien, wo er seine Jugend verlebte und sein Studium machte.&nbsp; Dillmann besuchte die in Wien in gutem Ansehen stehende \u201eTaubenschule\u201c (Volksschule in Wien 4. Margaretenstra\u00dfe &hellip; <a href=\"http:\/\/www.exlibris.or.at\/?page_id=689\" class=\"more-link\"><span class=\"screen-reader-text\">Eduard Dillmann Exlibrissammler<\/span> weiterlesen<\/a><\/p>\n","protected":false},"author":1,"featured_media":0,"parent":0,"menu_order":0,"comment_status":"closed","ping_status":"closed","template":"","meta":{"footnotes":""},"_links":{"self":[{"href":"http:\/\/www.exlibris.or.at\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/pages\/689"}],"collection":[{"href":"http:\/\/www.exlibris.or.at\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/pages"}],"about":[{"href":"http:\/\/www.exlibris.or.at\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/types\/page"}],"author":[{"embeddable":true,"href":"http:\/\/www.exlibris.or.at\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/users\/1"}],"replies":[{"embeddable":true,"href":"http:\/\/www.exlibris.or.at\/index.php?rest_route=%2Fwp%2Fv2%2Fcomments&post=689"}],"version-history":[{"count":5,"href":"http:\/\/www.exlibris.or.at\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/pages\/689\/revisions"}],"predecessor-version":[{"id":1096,"href":"http:\/\/www.exlibris.or.at\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/pages\/689\/revisions\/1096"}],"wp:attachment":[{"href":"http:\/\/www.exlibris.or.at\/index.php?rest_route=%2Fwp%2Fv2%2Fmedia&parent=689"}],"curies":[{"name":"wp","href":"https:\/\/api.w.org\/{rel}","templated":true}]}}