{"id":1729,"date":"2022-12-19T15:06:24","date_gmt":"2022-12-19T14:06:24","guid":{"rendered":"http:\/\/www.exlibris.or.at\/?page_id=1729"},"modified":"2022-12-19T15:08:46","modified_gmt":"2022-12-19T14:08:46","slug":"ein-verschollenes-beethoven-gemaelde","status":"publish","type":"page","link":"http:\/\/www.exlibris.or.at\/?page_id=1729","title":{"rendered":"Ein verschollenes Beethoven Gem\u00e4lde."},"content":{"rendered":"\n<p>Durch Zufall fiel mir ein Aufsatz aus dem Jahre1961 des hervorragenden Beethoven Forschers Dr. Franz Gl\u00fcck in die H\u00e4nde: Gl\u00fcck, Franz: W. J. M\u00e4hlers Beethovenbildnisse und seine Portr\u00e4ts anderer Pers\u00f6nlichkeiten. In: alte und moderne Kunst, \u00f6sterreichische Zeitschrift f\u00fcr Kunst, (Kunsthandwerk und Wohnkultur. 6. Jg. 1961. S 11 \u2013 16.) <\/p>\n\n\n\n<figure class=\"wp-block-image size-large\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" width=\"807\" height=\"1024\" src=\"http:\/\/www.exlibris.or.at\/wp-content\/uploads\/2022\/12\/Beethoven-in-Laxenburg-807x1024.jpg\" alt=\"\" class=\"wp-image-1733\" srcset=\"http:\/\/www.exlibris.or.at\/wp-content\/uploads\/2022\/12\/Beethoven-in-Laxenburg-807x1024.jpg 807w, http:\/\/www.exlibris.or.at\/wp-content\/uploads\/2022\/12\/Beethoven-in-Laxenburg-236x300.jpg 236w, http:\/\/www.exlibris.or.at\/wp-content\/uploads\/2022\/12\/Beethoven-in-Laxenburg-768x975.jpg 768w, http:\/\/www.exlibris.or.at\/wp-content\/uploads\/2022\/12\/Beethoven-in-Laxenburg-1210x1536.jpg 1210w, http:\/\/www.exlibris.or.at\/wp-content\/uploads\/2022\/12\/Beethoven-in-Laxenburg.jpg 1466w\" sizes=\"(max-width: 807px) 100vw, 807px\" \/><figcaption>Beethoven am Landwehrkanal in Laxenburg<\/figcaption><\/figure>\n\n\n\n<p>Gl\u00fcck war mit\ndem damaligen Stand der Beethoven Ikonographie ausgesprochen ungl\u00fccklich. \u201e<em>Vierzig Jahre hat einer vom andern\nabgeschrieben, und alles geht auf die beiden B\u00fccher von Theodor Frimmel zur\u00fcck,\nderen Ver\u00f6ffentlichung seinerzeit gewiss eine verdienstvolle Tat war<\/em>\nBeethovenstudien I: Beethovens \u00e4u\u00dfere Erscheinung, Seine Bildnisse, M\u00fcnchen und\nLeipzig 1905. \u2013 Beethoven im zeitgen\u00f6ssischen Bildnis, Wien 1923. <em>&nbsp;Es\nbleibt auch von Frimmels Forschungsergebnissen nicht allzu viel: <\/em>Aus:\nFestschrift Otto Erich Deutsch zum 80. Geburtstag am 5.9.1963. B\u00e4renreiter,\n1963; S. 203<\/p>\n\n\n\n<figure class=\"wp-block-image size-large\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" width=\"1024\" height=\"768\" src=\"http:\/\/www.exlibris.or.at\/wp-content\/uploads\/2022\/12\/Bee-Brigitte-Laxenburg-1024x768.jpg\" alt=\"\" class=\"wp-image-1735\" srcset=\"http:\/\/www.exlibris.or.at\/wp-content\/uploads\/2022\/12\/Bee-Brigitte-Laxenburg-1024x768.jpg 1024w, http:\/\/www.exlibris.or.at\/wp-content\/uploads\/2022\/12\/Bee-Brigitte-Laxenburg-300x225.jpg 300w, http:\/\/www.exlibris.or.at\/wp-content\/uploads\/2022\/12\/Bee-Brigitte-Laxenburg-768x576.jpg 768w, http:\/\/www.exlibris.or.at\/wp-content\/uploads\/2022\/12\/Bee-Brigitte-Laxenburg-1536x1152.jpg 1536w, http:\/\/www.exlibris.or.at\/wp-content\/uploads\/2022\/12\/Bee-Brigitte-Laxenburg-2048x1536.jpg 2048w\" sizes=\"(max-width: 1024px) 100vw, 1024px\" \/><figcaption>Brigitte Rath am Landwehrkanal in Laxenburg<\/figcaption><\/figure>\n\n\n\n<p>Unter Dr. Franz\nGl\u00fccks Leitung des historischen Museums der Stadt Wien gelang es 1960 das 1804\noder 1805 entstandene Bildnis Beethovens von W. J. M\u00e4hler zu erwerben. Das\nInteresse Gl\u00fccks wuchs, und f\u00fchrte ihm zu einem ANDEREM, m\u00f6glichen\nBeethoven-Gem\u00e4lde M\u00e4hlers, \u00fcber das er 1961 in bereits zitiertem\nZeitungsaufsatz schrieb, aber in seiner Deutsch-Festschrift nicht mehr\nerw\u00e4hnte. Warum ist auch klar, es soll Beethoven von hinten zeigen, ist also\nals ikonographisches Objekt f\u00fcr die Beethovenforschung wenig brauchbar. <\/p>\n\n\n\n<p>Gl\u00fcck schreibt:\n<em>Noch ein weiteres Bild ist heute nicht\nmehr nachweisbar, das sogar von h\u00f6herem Interesse w\u00e4re, da die Behauptung, da?\nBeethoven darin als Staffagefigur verwendet wurde, viel Wahrscheinlichkeit f\u00fcr\nsich hat. Diese einzige Landschaft M\u00e4hlers, von der wir wissen, kann ich aber\nnach Frimmels wenig guter, viel zu harter Abbildung in den \u201eStudien und Skizzen\nzur Gem\u00e4ldekunde:<\/em> Hrsg. Von Theodor Frimmel. \u2013 Wien Gerold . Bd. 4 (1918),\nS. 52 \u2013 55. <em>Auch zitiert in der Datenbank\ndes Beethovenhauses in Bonn: (Z 304 m\/1, HCB P\/ 1913 Stud, Sammlung H. C.\nBodmer\u201c) wenigstens im Bild zeigen. Es ist eine Stelle im Laxenburger Park an\ndem ehemaligen Steg \u00fcber den Forstmeisterkanal darstellt, wie es den Anschein\nhat, kompositionell etwas steif; es mag aber wohl sein, dass die schlechte\nPhotographie, auf der der Wasserfall des Baches wie ein ungegliederter wei\u00dfer\nFleck erscheint, den Eindruck verf\u00e4lscht. Das Bild war in der Sammlung\nHenriette Dux (so Frimmel, der aber auch von dem \u201eEhepaar Dux\u201c spricht. Sp\u00e4ter\nwird im Katalog der Beethoven-Ausstellung 1920, Nr. 88, Ludwig Dux als Besitzer\ngenannt. (Keine Abb. im Katalog.) Laut Frimmel war das 43,5 x 34,5 cm gro\u00dfe\nBild \u201eM\u00e4hler p\u201c signiert. Es ist seither verschollen.<\/em><\/p>\n\n\n\n<p>Einen weiteren\nHinweis auf Henriette Dux gibt Frimmel in seinem Beethovenjahrbuch, Erster\nBand, 1908, S 191 \u2013 193. <em>\u201e Dem g\u00fctigen\nEntgegenkommen einer kunstsinnigen Dame, der Frau Henriette Dux in Wien\nverdankt das Beethovenjahrbuch sein Titelbild. Es stellt eine alte, datierte\nund signierte Wiederholung der B\u00fcste von Anton Dietrich dar, einem K\u00fcnstler,\nder um 1820 Beethoven gezeichnet und modelliert hat\u2026\u2026\u2026..Diese Variante ist\ndurch Frau H. Dux (Auch zitiert in der Datenbank des Beethovenhauses in Bonn:\nNc 6\/ 1908 Beet, HCB Nc 6\/ 1908 Beet, Sammlung H. C. Bodmer, Sammlung Herbert\nGrundmann. ) vor kurzem aus dem Nachlasse des Doktors Adolf von Marenzeller in\nWien erworben worden.<\/em><\/p>\n\n\n\n<p>Wer waren nun Henriette und Ludwig Dux? Als\nerstens boten sich folgende Person an: Ludwig Dux (1845 \u2013 1919), nobilitiert\nmit \u201eDoczy\u201c, ung. Adelst., Sch\u00f6nbrunn 8.6.1878, ung. Baronat Budapest 12.5.1900\nmit dem Pr\u00e4dikat \u201ede N\u00e9met.Kereszt\u00far, verh. 1896 mit Helene (Abweichung!) Mayer\nEdle von Gunthof (1862 \u2013 1930). (Docszi (Dux) aus Deutschkreuz, erst. von G.\nGaugusch 2001, Adler Bibliothek G 108\/Docszi (Stammbaum Docszi (Dux) aus\nDeutschkreuz, erst. von G. Gaugusch 2001, Adler Bibliothek G 108\/Docszi.)<\/p>\n\n\n\n<p>Nach tel. Auskunft 8.5.2007 (01\/712 31 01) von\nPeter, Baron Doczy de Nemet-Keresztur (1931 &#8211; ) (Stammbaum Docszi (Dux) aus\nDeutschkreuz, erst. von G. Gaugusch 2001, Adler Bibliothek G 108\/Docszi) k\u00f6nnen\nseine Gro\u00dfeltern Ludwig Dux und Helene (geb. Mayer von Gunthof) nicht in Frage\nkommen, da sich die Familie bereits ab der Nobilitierung 1878, (Baronat 1900,)\nsich Docszy benannten, und ihm keine Beethoven \u2013 Bildnisse im Familienbesitz\nbekannt waren. Laut seiner Auskunft waren die Familien Dux in Deutschkreuz\nbeheimatet. <\/p>\n\n\n\n<p>Bekannt in\nDeutschkreuz war Salman Dux, Gemeindevorsteher, publiziert o. J.! ( Soitzer,\nShlomo: Die j\u00fcdische Gemeinde von Deutschkreuz. B\u00f6hlau Verl, o. J). \u00dcber\nburgenl\u00e4ndische vertriebene Juden schrieben: Gert Tsch\u00f6gl, Barbara Tobler,\nAlfred Lang (Hg.) (Erinnerungen burgenl\u00e4ndischer Juden und J\u00fcdinnen. Verlag\nMandelbaum, Wien.)<\/p>\n\n\n\n<p>In diesem Buch ist ein Aufsatz von Natalie\nGluck geb Dux \u00fcber ihre Kindheitserinnerungen und Leben, vor allen in England.\nLeider sind in beiden Publikationen keine weiterf\u00fchrenden Informationen. <\/p>\n\n\n\n<p>Im Lehmann`s\nWiener Wohnungsanzeiger sind Henriette Dux und Ludwig Dux unter der Adresse\nVIII\/1 Neudeggergasse 5 nachweisbar. Henriette von 1910 bis 1920, Ludwig von\n1910 bis 1921. Ab 1916 mit folg. Text: Bes. d. bayr. Mich. O. 4 (Verdienstorden\nvom hl. Michael, 5 Klassen, Stifter: Joseph Klemens, Kurf\u00fcrst von K\u00f6ln,\n29.9.1693. Abb. im Meyers Gr. Konv. Lex. 1906, Bd. 15.) Diese Daten decken sich\nmit der Friedhofsauskunft der IKG Wien. <\/p>\n\n\n\n<p>Dux Henriette 52 Jahr(e)&nbsp; 11.02.1920, 13.02.1920 Zentralfriedhof IV.\nTor, (Grab) 6\/8\/33, Dux Ludwig 68 Jahr(e) 21.07.1922, 23.07.1922\nZentralfriedhof IV. Tor, (Grab) 6\/8\/33 Gesch\u00e4ftszahl A IV 172\/20; dem Notar H.\nNeunkirchen zur Errichtung \u2013 Erg\u00e4nzung und Vorlage binnen 14 Tagen, (Stempel):\nBezirksgericht Josefstadt (Rest unleserlich) von Henriette Dux, geb. Dux\n(Eltern: Jakob Dux und Betty Dux, beide l\u00e4ngst verstorben, n\u00e4here Daten derzeit\nnicht bekannt), mos., errichtet 26.2.1920 in Wien, informiert von 2 S\u00f6hnen:\nFriedrich Dux, geb. 1895\/8\/6, Bankbeamter; Karl Dux, geb. 1896\/4\/11,\nHochsch\u00fcler; beide (leben) beim Vater.&nbsp;\nLaut Einanwortungsurkunde erben: Ludwig Dux Einviertel, die erbl Kinder\nFriedrich u. Karl je drei Achtel. In der Verm\u00f6gensaufnahme befinden sich au\u00dfer\nden folgenden Einrichtungsgegenst\u00e4nden (ausgen. Barverm\u00f6gen u. Anleihen, div.\nLose) keine weiteren beweglichen G\u00fcter: Wohnungseinrichtung, Kleider u. W\u00e4sche\n(Mangels eines Nachla\u00dfverm\u00f6gens findet eine Verlassenschaftsabhandlung nicht\nstarr . 27.2.1922 ,Dr. Kulka, Dr. Neunkichen als Notar, Zeugen: Hermine\nGrei(l)? Die Todfallaufnahme (Gesch\u00e4ftszahl A IV 722\/23, dem Notar Zeithammer\n(?) zur Errichtung \u2013 Erg\u00e4nzung \u2013 und Vorlage \u2026.(Stemlel unleserlich) von Ludwig\nDux, mos., errichtet 18\u2026.(unlerserlich) (Wien)<em>. <\/em>Privatier, mos., werden ebenfalls obige S\u00f6hne erw\u00e4hnt. Friedrich\nals Bankbeamter, Karl als Techniker, selbe Adresse. Beide S\u00f6hne werden Testamentarisch\n(Wien 5. Juni 1922) enterbt, nach Einigung zwischen den S\u00f6hnen und den Erben \u2013\nden beiden Schwestern von Ludwig Dux \u2013 Minna Krakauer geb. Dux, XIII. Neue\nWeltg. 21 od. 23 Fanny Bruckner geb. Dux, I. Obere Donaustrasse 37, (oder ihren\nErben Dr. Richard Bruckner) Erben beide Schwestern je 20% die S\u00f6hne je 30%.\nTestamentarischer Nachtrag: M\u00f6bel ohne Bilder und diverser W\u00e4sche meiner\nWohnung sind Eigentum meines Sohnes Karl.<\/p>\n\n\n\n<p>Warum\nLudwig Dux seine S\u00f6hne enterbt hatte, ist unbekannt. Jedenfalls geschah dies\nnicht wegen Glaubenswechsel der S\u00f6hne vor 1914. (Staudacher\nAnna L.: J\u00fcdisch-protestantische Konvertiten in Wien 1782 \u2013 1914, Verl. Peter\nLang 2004, Frankfurt a. M.) Der Verbleib des Beethovengem\u00e4ldes bleibt unbekannt. <\/p>\n\n\n\n<p>Da die Eltern von\nHenriette Dux in der Todfallsaufnahme als Jakob und Betty Dux angegeben werden,\nkann Rosa Dux (siehe Pate) nur die Mutter von Ludwig Dux sein. Leider werden\nauf der Pate als Kinder auch die Ehepartner erw\u00e4hnt. <\/p>\n\n\n\n<p>In der\nFriedhofsauskunft der IKG konnte Rosa Dux nach dem Sterbedatum der Pate eruiert\nwerden, im selben Grab liegen 2 weitere Personen die ebenfalls dazupassen \u2013\nsiehe Dux Genealogie. <\/p>\n\n\n\n<p>Dux Ignaz Dr. 53\nJahre 08.09.1918,&nbsp; 11.09.1918&nbsp; Zentralfriedhof 1. Tor (Grab) 19 1 63<\/p>\n\n\n\n<p>Dux Josef&nbsp; 75 Jahre 04.02.1902&nbsp;&nbsp; Zentralfriedhof 1. Tor (Grab) 19 1 63, Dux\nRosa 80 Jahre 19.10.1914,&nbsp; 21.10.1914<em>&nbsp; <\/em>Zentralfriedhof\n1. Tor (Grab) 19 1 63<\/p>\n\n\n\n<p>Beginn der Dokumentation.<\/p>\n\n\n\n<figure class=\"wp-block-image size-large is-resized\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" src=\"http:\/\/www.exlibris.or.at\/wp-content\/uploads\/2022\/12\/1.jpg\" alt=\"\" class=\"wp-image-1730\" width=\"649\" height=\"319\" srcset=\"http:\/\/www.exlibris.or.at\/wp-content\/uploads\/2022\/12\/1.jpg 576w, http:\/\/www.exlibris.or.at\/wp-content\/uploads\/2022\/12\/1-300x147.jpg 300w\" sizes=\"(max-width: 649px) 100vw, 649px\" \/><\/figure>\n\n\n\n<figure class=\"wp-block-image size-large is-resized\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" src=\"http:\/\/www.exlibris.or.at\/wp-content\/uploads\/2022\/12\/2.jpg\" alt=\"\" class=\"wp-image-1731\" width=\"646\" height=\"856\" srcset=\"http:\/\/www.exlibris.or.at\/wp-content\/uploads\/2022\/12\/2.jpg 564w, http:\/\/www.exlibris.or.at\/wp-content\/uploads\/2022\/12\/2-227x300.jpg 227w\" sizes=\"(max-width: 646px) 100vw, 646px\" \/><\/figure>\n\n\n\n<p>Testamentserben: Die\n2 gj Schwestern: 1) Minna Krakauer geb. Dux, XIII. Neue Weltg. 21 od. 23. 2)\nFanny Bruckner geb. Dux, I. Obere Donaustrasse 37, oder ihren Erben Dr. Richard\nBruckner 13. 1 Handschriftliches Testament, ddo 5. Juni 1922(?)<\/p>\n\n\n\n<p>AUSWEIS \u00fcber das\nTestament des am 21.Juli 1922 in Wien VIII. Neudeggergasse 5 verstorbenen H.\nLudwig Dux ddto. 5. Juni 1922, kundgemacht am 19. August 1922. II. Verf\u00fcge ich, dass meine beiden S\u00f6hne Friedrich Dux und Karl\nDux weder an meinem Leichenbeg\u00e4ngnis teilnehmen d\u00fcrfen, noch d\u00fcrfen sie meine\nGrabst\u00e4tte betreten.<\/p>\n\n\n\n<p>Zu II. Von dieser\nAnordnung wurden die erblasserischen S\u00f6hne, H. Friedrich Dux und H. Karl Dux in\nKenntnis gesetzt.<\/p>\n\n\n\n<p>III. Zu\nUniversalerbinnen meines wie immer gearteten Verm\u00f6gens ernenne ich meine beiden\nSchwestern: Frau Minna Krakauer, wohnhaft XIII. Neueweltgasse 21 oder 23. oder\nihre Erben II, Frau Fanny Bruckner, wohnhaft II. Obere Donaustra\u00dfe 37 oder\nihren Erben Dr. Richard Bruckner<\/p>\n\n\n\n<p>Zu III. Diese\nAnordnung wurde dadurch befolgt, dass die erbl. Schwestern Fr. Minna Krakauer\nund Fr. Fanny Bruckner hg. Zur G.Z.A IV 722\/2\/3 um sich auf Grunde dieses\nTestament zum Nachlasse Erbserkl\u00e4rten. <\/p>\n\n\n\n<p>IV.&nbsp; Meine beiden S\u00f6hne\nenterbe ich vollst\u00e4ndig.<\/p>\n\n\n\n<p>Zu IV. Dieser\nBestimmung gegen\u00fcber haben die erbl. S\u00f6hne hg. A. 4. Oktober 1922 die Erkl\u00e4rung\nabgegeben, dass sie das Testament als ung\u00fcltig betrachten und f\u00fcr alle F\u00e4lle\nden Pflichtteil beanspruchen. Zur Vermeidung eines langwierigen Prozesses\nzwischen nahen Verwandten von f\u00fcr jeden Streitteil zweifelhaftem Ausgange\nverst\u00e4ndigten sich die Erbinnen mit den erbl. S\u00f6hnen dahin, dass erstere je\n20%, letztere je 30% des Nachlasses erhalten. Der erbl. Wille erscheint demnach\ninsoweit erf\u00fcllt, dass den erbl. S\u00f6hnen nur ein Teil des Nachlasses zuf\u00e4llt.<\/p>\n\n\n\n<p>V. Zum\nAbhandlungspfleger und Testamentsvollstecker bestelle ich Herrn Dr. Richard\nKulka, Rechtsanwalt in Wien, Mariahilferstrasse 109. <\/p>\n\n\n\n<p>Zu V. Diese Anordnung\nwurde in der Weise beobachtet, dass&nbsp; Herr\nDr. Richard Kulka die Abhandlung durchf\u00fchrte.<\/p>\n\n\n\n<p>NACHTRAG. M\u00f6bel ohne\nBilder und diverse W\u00e4sche meiner Wohnung sind Eigentum meines Sohnes Karl.<\/p>\n\n\n\n<p>Zum Nachtrag: Dieser\nErkl\u00e4rung wurde in der Weise nachgekommen, dass die M\u00f6bel und die W\u00e4sche in der\nerbl. Wohnung nicht in den Nachlass aufgenommen wurden.<\/p>\n\n\n\n<p>Hiemit erscheint das obige Testament als befolgt ausgewiesen. Wien 11. Juli 1923. <\/p>\n\n\n\n<p>(Unterschriften:)\nMina Krakauer, Fanny Bruckner, Dr. R. Kulka als Abhandlungspfleger und\nTestamentsvollstrecker.&nbsp; <\/p>\n\n\n\n<p>DUX Genealogie<\/p>\n\n\n\n<figure class=\"wp-block-image size-large is-resized\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" src=\"http:\/\/www.exlibris.or.at\/wp-content\/uploads\/2022\/12\/3.jpg\" alt=\"\" class=\"wp-image-1732\" width=\"640\" height=\"614\" srcset=\"http:\/\/www.exlibris.or.at\/wp-content\/uploads\/2022\/12\/3.jpg 552w, http:\/\/www.exlibris.or.at\/wp-content\/uploads\/2022\/12\/3-300x288.jpg 300w\" sizes=\"(max-width: 640px) 100vw, 640px\" \/><\/figure>\n\n\n\n<p>Wesentlich w\u00e4ren nun\nauch Hinweise aus dem Nachlass des verst. Dr. Franz Gl\u00fcck. 1982 kam seine\nBibliothek mit fast 20.000 B\u00fcchern und 500 Zeitschriftenartikeln in das\nDeutsche Literaturarchiv in Marbach. <\/p>\n\n\n\n<p>Siehe: Bendt, Jutta:\nDie Bibliothek Gl\u00fcck: Vorstellung einer Wiener Sammlung; mit Titelkarten auf\nMikrofiche als Beil.\/ Jutta Bendt. \u2013 Marbach am Neckar: Dt. Scillerges. , 1998.\n\u2013 93 S.: III., Mikrifiche-Beil.<\/p>\n\n\n\n<p>(Verzeichnisse,\nBerichte, Informationen\/Deutsches Literaturarchiv; 20), ISBN 3-929146-44-4<\/p>\n\n\n\n<p>(Aus: Mitteilungen\nder Vereinigung \u00f6sterreichischer Bibliothekarinnen und Bibliothekare. Jg.\n51.,1998, Heft 3-4, S. 172) <\/p>\n\n\n\n<p>&nbsp; Nicht gekl\u00e4rt ist momentan, ob auch seine\nManuskripte nach Marburg gegangen sind. Seine ehem. Arbeitsst\u00e4tte, das Museum\nder Stadt Wien hat KEINEN Nachlass.&nbsp; <\/p>\n\n\n\n<p>Deutsches Literatur\nArchiv Marbach&nbsp;&nbsp;&nbsp; Referat Forschung&nbsp;&nbsp; <a href=\"mailto:forschung@dla-marbach.de\">forschung@dla-marbach.de<\/a><\/p>\n\n\n\n<figure class=\"wp-block-gallery columns-1 is-cropped wp-block-gallery-1 is-layout-flex wp-block-gallery-is-layout-flex\"><ul class=\"blocks-gallery-grid\"><li class=\"blocks-gallery-item\"><figure><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" width=\"669\" height=\"1024\" src=\"http:\/\/www.exlibris.or.at\/wp-content\/uploads\/2022\/12\/Bee-1-669x1024.jpg\" alt=\"\" data-id=\"1737\" data-full-url=\"http:\/\/www.exlibris.or.at\/wp-content\/uploads\/2022\/12\/Bee-1-scaled.jpg\" data-link=\"http:\/\/www.exlibris.or.at\/?attachment_id=1737\" class=\"wp-image-1737\" srcset=\"http:\/\/www.exlibris.or.at\/wp-content\/uploads\/2022\/12\/Bee-1-669x1024.jpg 669w, http:\/\/www.exlibris.or.at\/wp-content\/uploads\/2022\/12\/Bee-1-196x300.jpg 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Darum\nabgeschlossen Anfang 2023 von Peter Rath\u00a9 in Wien. Mein Dank gilt unz\u00e4hligen\nInformanten, denen ich ziemlich auf die Nerven gegangen bin.&nbsp; <\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Durch Zufall fiel mir ein Aufsatz aus dem Jahre1961 des hervorragenden Beethoven Forschers Dr. Franz Gl\u00fcck in die H\u00e4nde: Gl\u00fcck, Franz: W. J. M\u00e4hlers Beethovenbildnisse und seine Portr\u00e4ts anderer Pers\u00f6nlichkeiten. In: alte und moderne Kunst, \u00f6sterreichische Zeitschrift f\u00fcr Kunst, (Kunsthandwerk und Wohnkultur. 6. Jg. 1961. S 11 \u2013 16.) Gl\u00fcck war mit dem damaligen Stand &hellip; <a href=\"http:\/\/www.exlibris.or.at\/?page_id=1729\" class=\"more-link\"><span class=\"screen-reader-text\">Ein verschollenes Beethoven Gem\u00e4lde.<\/span> weiterlesen<\/a><\/p>\n","protected":false},"author":1,"featured_media":0,"parent":0,"menu_order":0,"comment_status":"closed","ping_status":"closed","template":"","meta":{"footnotes":""},"_links":{"self":[{"href":"http:\/\/www.exlibris.or.at\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/pages\/1729"}],"collection":[{"href":"http:\/\/www.exlibris.or.at\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/pages"}],"about":[{"href":"http:\/\/www.exlibris.or.at\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/types\/page"}],"author":[{"embeddable":true,"href":"http:\/\/www.exlibris.or.at\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/users\/1"}],"replies":[{"embeddable":true,"href":"http:\/\/www.exlibris.or.at\/index.php?rest_route=%2Fwp%2Fv2%2Fcomments&post=1729"}],"version-history":[{"count":3,"href":"http:\/\/www.exlibris.or.at\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/pages\/1729\/revisions"}],"predecessor-version":[{"id":1743,"href":"http:\/\/www.exlibris.or.at\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/pages\/1729\/revisions\/1743"}],"wp:attachment":[{"href":"http:\/\/www.exlibris.or.at\/index.php?rest_route=%2Fwp%2Fv2%2Fmedia&parent=1729"}],"curies":[{"name":"wp","href":"https:\/\/api.w.org\/{rel}","templated":true}]}}