{"id":1673,"date":"2022-11-29T13:51:43","date_gmt":"2022-11-29T12:51:43","guid":{"rendered":"http:\/\/www.exlibris.or.at\/?page_id=1673"},"modified":"2023-04-07T13:49:28","modified_gmt":"2023-04-07T11:49:28","slug":"beethoven-und-mauer-bei-wien","status":"publish","type":"page","link":"http:\/\/www.exlibris.or.at\/?page_id=1673","title":{"rendered":"Beethoven und Mauer bei Wien?"},"content":{"rendered":"\n<p>Ganz\nklar, Ludwig van Beethoven wohnte nie in Mauer, der n\u00e4chste Ort, Rodaun wurde\nnur in einem Beethoven Brief von einem Arzt wegen einer Kur erw\u00e4hnt. Doch gibt\nes eine Beziehung zwischen Beethoven und Mauer. F\u00fcr die Kunstauktion \u201eAlte\nMeister\u201c des Wiener Dorotheum am 22. M\u00e4rz 2001 war ein gro\u00dfformatiges,\nunsigniertes und undatiertes Bildnis einer bedr\u00fcckend sch\u00f6nen, jungen Frau aus\nbester Familie zur Versteigerung eingebracht worden. Auf der R\u00fcckseite des\nBildes sind einer alten Familientradition folgend Name und Lebensdaten der\nDargestellten Vermerkt: Barbara (Edle) von Tschoffen 1772-1847, sowie der\nHinweis<strong>: Sch\u00fclerin Beethovens.<\/strong> <\/p>\n\n\n\n<div class=\"wp-block-image\"><figure class=\"aligncenter size-large is-resized\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" src=\"http:\/\/www.exlibris.or.at\/wp-content\/uploads\/2022\/11\/Barbara-von-Tschoffen-von-772x1024.jpg\" alt=\"\" class=\"wp-image-1674\" width=\"425\" height=\"563\" srcset=\"http:\/\/www.exlibris.or.at\/wp-content\/uploads\/2022\/11\/Barbara-von-Tschoffen-von-772x1024.jpg 772w, http:\/\/www.exlibris.or.at\/wp-content\/uploads\/2022\/11\/Barbara-von-Tschoffen-von-226x300.jpg 226w, http:\/\/www.exlibris.or.at\/wp-content\/uploads\/2022\/11\/Barbara-von-Tschoffen-von-768x1018.jpg 768w, http:\/\/www.exlibris.or.at\/wp-content\/uploads\/2022\/11\/Barbara-von-Tschoffen-von-1159x1536.jpg 1159w, http:\/\/www.exlibris.or.at\/wp-content\/uploads\/2022\/11\/Barbara-von-Tschoffen-von.jpg 1483w\" sizes=\"(max-width: 425px) 100vw, 425px\" \/><figcaption>Barbara von Tschoffen<\/figcaption><\/figure><\/div>\n\n\n\n<p>Das\nPortrait ist in der Literatur nicht unbekannt und wird Heinrich F\u00fcger\nzugeschrieben. Es befand sich noch vor dem Ersten Weltkrieg zusammen mit dem\nals Gegenst\u00fcck anzusprechenden, von F\u00fcger signierten und mit 1795 datierten\nPortrait des Gemahls der Dargestellten, des Gro\u00dfh\u00e4ndlers Bernhard (Edler) von\nTschoffen, im Besitz der Nachfahren des ber\u00fchmten kaiserlichen Hofjuweliers\nFranz von Mack. Obwohl das Bildnis weit \u00fcber ein Dezennium vor der Abfassung\ndes \u201eBriefes an die unsterbliche Geliebte \u201eentstanden war, wurde Barbara (Edle)\nvon Tschoffen im Auktionskatalog wohl wegen des (unbewiesenen) Hinweis auf den\nUnterricht bei Beethoven in die N\u00e4he der bis heute unbekannt gebliebenen\nAdressatin des Beethoven-Briefes von 1812 ger\u00fcckt. <\/p>\n\n\n\n<p>Wer\naber war Barbara (Edle) von Tschoffen? Achtzehnj\u00e4hrig hatte die Tochter des\nreichen und kunstsinnigen Bankiers aber auch einflussreichen Freimaurers Johann\nBaptist von Puthon am 21. August 1791 den um f\u00fcnf Jahre \u00e4lteren Bernhard\n(Edler) von Tschoffen geheiratet, der eben wegen seiner Bem\u00fchungen um die\nRealisierung des Wiener Neust\u00e4dter-Kanals zwischen Wien und Triest\nwirtschaftspolitische Bedeutung erlangt hatte.<\/p>\n\n\n\n<div class=\"wp-block-image\"><figure class=\"aligncenter size-large is-resized\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" src=\"http:\/\/www.exlibris.or.at\/wp-content\/uploads\/2022\/12\/Landhaus-der-Barbara-Edlen-von-Tscoffenvon--1024x544.jpg\" alt=\"\" class=\"wp-image-1681\" width=\"535\" height=\"284\" srcset=\"http:\/\/www.exlibris.or.at\/wp-content\/uploads\/2022\/12\/Landhaus-der-Barbara-Edlen-von-Tscoffenvon--1024x544.jpg 1024w, http:\/\/www.exlibris.or.at\/wp-content\/uploads\/2022\/12\/Landhaus-der-Barbara-Edlen-von-Tscoffenvon--300x159.jpg 300w, http:\/\/www.exlibris.or.at\/wp-content\/uploads\/2022\/12\/Landhaus-der-Barbara-Edlen-von-Tscoffenvon--768x408.jpg 768w, http:\/\/www.exlibris.or.at\/wp-content\/uploads\/2022\/12\/Landhaus-der-Barbara-Edlen-von-Tscoffenvon--1536x816.jpg 1536w, http:\/\/www.exlibris.or.at\/wp-content\/uploads\/2022\/12\/Landhaus-der-Barbara-Edlen-von-Tscoffenvon--2048x1088.jpg 2048w\" sizes=\"(max-width: 535px) 100vw, 535px\" \/><\/figure><\/div>\n\n\n\n<p>Sie\nentstammte einem dem Kunst- und Musikleben \u00d6sterreichs, stets aufs engste\nverbundenen Haus. Ihr Bruder, der Gro\u00dfh\u00e4ndler und Bankier Johann Baptist\nFreiherr von Puthon d.J. (1773-1839) bet\u00e4tigte sich als M\u00e4zen und Kunstsammler,\ndessen Gattin Antoniette geb. von Lilien (um 1772-1824), war als\nClementi-Sch\u00fclerin eine gro\u00dfartige Pianistin und z\u00e4hlte zu Beethovens engeren\nFreundeskreis (Th. Frimmel, Beethoven-Handbuch, Bd. 2, Leipzig 1926, S. 31 f.)<\/p>\n\n\n\n<p>Auch Barbara, seit 1791 mit Bernhard von Tschoffen verheiratet, wurde als hervorragende Klavierspielerin ger\u00fchmt. Leopold Kozeluch (1752-1818) widmete seiner Sch\u00fclerin die drei Klaviertrios Partie IV von 1787. Diese Auszeichnung z\u00e4hlte umso mehr, da es sich bei Leopold Kozeluch als kaiserlicher Kammerkompositeur sowohl um eine anerkannte Autorit\u00e4t als Klavierp\u00e4dagoge, als auch um einen damals \u00e4u\u00dferst beliebten Komponisten handelte. Die musikalischen Gesellschaften von Barbara von Tschoffen waren bekannt und beliebt.<\/p>\n\n\n\n<p>Am 26. M\u00e4rz 1787 wurde Engelbert Tschoffen (der Vater von Bernhard) in Ansehung der von ihm sowohl durch Errichtung zweyer ansehlicher Fabriken in Ebersdorf \u2026. Als auch wegen anderer vielf\u00e4ltiger zum Besten des erbl\u00e4ndlichen Handels gemachter Unternehmungen, in den Adelsstand mit dem Titel \u201eEdler von\u201c erhoben.\u00a0 \u00a0\u00a0\u00a0\u00a0 <\/p>\n\n\n\n<p><a href=\"http:\/\/www.artnet.com\/artists\/friedrich-heinrich-f\u00fcger\/\">Friedrich Heinrich F\u00fcger<\/a>, (German,\n1751\u20131818), Bildnis Maria Carolina Barbara Claudia von\nTschoffen in einer Landschaft stehend. \u00d6l auf Leinwand, gr\u00f6\u00dfe: 109.5 x\n85.5 cm. <\/p>\n\n\n\n<p>Fertiggestellt Oktober\/November 2022 in Wien mit freundlicher Hilfe der \u201eMaurer Heimatrunde (Karl Buberl, Ing. Heinz B\u00f6hm) Joseph Gmeiner (\u00d6NB) und Dr. Sieghard Brandenburg (1938-2015) und Peter Rath\u00a9. <\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Ganz klar, Ludwig van Beethoven wohnte nie in Mauer, der n\u00e4chste Ort, Rodaun wurde nur in einem Beethoven Brief von einem Arzt wegen einer Kur erw\u00e4hnt. Doch gibt es eine Beziehung zwischen Beethoven und Mauer. F\u00fcr die Kunstauktion \u201eAlte Meister\u201c des Wiener Dorotheum am 22. 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